Saturday, October 1st, 2022

Dax zeigt erneut deutliche Schwäche

ku Frankfurt
– Der straffere Kurs der weltweiten Zentralbanken und die Eskalation im Ukraine-Krieg haben am Donnerstag für eine gedrückte Stimmung am Aktienmarkt gesorgt. Händler sagten zudem, die Zuversicht, dass es nicht zu einer Rezession kommen werde, schwinde. Der Dax, der am Vormittag ein Tageshoch von 12

782 Punkten markierte, gab im Tagesverlauf immer weiter nach und beendete den Handel mit einem deutlichen Minus von 1,8

% auf 12

532 Zählern. Nach Meinung der Analysten der Union Bancaire Privée hat nun eine neue Phase des Bärenmarktes begonnen. Das Institut rät den Anlegern, sich defensiv zu positionieren.

Die Aktie des Softwareanbieters Suse vollführte am Donnerstag einen Kurssturz um in der Spitze 34

%, womit sie ein Rekordtief markierte. Den Handel beendete sie mit einem nach wie vor enormen Minus von 21,4

% auf 14,33 Euro. Das erst seit Mai 2021 an der Börse notierte Unternehmen erwartet nun im laufenden Geschäftsjahr per Ende Oktober nur noch ein währungsbereinigtes Wachstum in den Kernbereichen von rund 10

%. Gegenüber dem Rekordhoch vom Januar hat der Titel rund 66

% an Wert eingebüßt.

Ein weiteres Rekordtief hat die türkische Lira markiert. Sie rutschte bis auf 18,42 je Dollar ab. Später erholte sie sich allerdings wieder und notierte mit 18,34 je Dollar in etwa auf Vortagesniveau. Trotz einer Inflati­ons­rate von mehr als 80

% hat die türkische Notenbank den Leitzins überraschend um 100 Basispunkte gesenkt. Der türkische Präsident Re­cep Tayyip Erdogan will damit offensichtlich die Kreditkosten senken und Investitionen sowie Exporte ankurbeln. Erwartet werden von Analysten nun weitere Zinssenkungen.

Der Euro blieb mit 0,9844 Dollar unterhalb der Parität zum Greenback. Der Ölpreis legte aufgrund der Hoffnung auf einen höheren Öl­verbrauch in China um 0,8

% auf 90,56 Dollar je Barrel zu.

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