Die Menschen hinter den Spartanern

Marco Pilat: „Es ist immer schön, wie sich die Läufer gegenseitig pushen“

In unserer Serie „Die Menschen hinter den Spartanern“ stellen wir Athleten näher vor und sprechen über ihre Beweggründe sowie Emotionen. Heute stellte sich Marco Pilat aus Linz, Oberösterreich, Österreich unseren Fragen.

Lieber Marco, zuerst einmal Gratulation zu deinen Leistungen. Welchen Reiz üben Spartan Races allgemein auf dich aus?

Es ist nicht so wie bei einem normalen Laufbewerb, dass automatisch der beste Läufer gewinnt. Bei Spartan Races ist mehr notwendig als nur schnell laufen zu können. Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer sind gefragte Eigenschaften für Spartaner. Das Training ist daher stärker variiert als bei anderen Sportarten. Man weiß vorher auch nie wirklich wie die Strecke verläuft. Das ist auch eine Sache die für mich ihren Reiz hat.

Bei den Open-Klassen ist auch die Kameradschaft und Hilfsbereitschaft stets an der Tagesordnung. Es ist immer sehr schön anzusehen wie sich die Läufer gegenseitig ins Ziel pushen. Elite und Age-Group Athleten können sich maximal mental unterstützen,

Marco Pilat kämpft an der Monkey Bar

Wie hast du dich auf dein erstes Spartan Race vorbereitet ?

Auf mein erstes Rennen habe ich mich nicht speziell vorbereitet. Ich habe früher meist fünf bis zehn Kilometer Läufe gemacht und wurde von einem Freund dazu motiviert mich auch zu einem Spartan Race anzumelden. Es war das Spartan Race in Wiener Neustadt, an welchem wir mal mit großen Respekt beim Sprint teilnahmen. Sofort infiziert vom Spartan Spirit sind wir ein paar Wochen später zu einem Spartan Super nach Tschechien gefahren. Hier kamen wir erstmals an unsere Grenzen. Das Jahr habe ich dann gleich mit einer double Trifecta abgeschlossen.

Vor welchem Hindernis hast du am meisten Respekt und wie hast du es bewältigt?

Am meisten Respekt hatte ich vor dem Olympus in Tschechien und Ungarn, da dieser ist etwas schwieriger als in Österreich ist. Bei Nässe ist der Olympus fast nicht zu bewältigen. Mit Willenskraft und harten Training (Griffkraft) habe ich dieses Hindernis bei meinem letzten Ost Rennen gemeistert. In Österreich, Deutschland, Italien etc. ist er etwas einfacher da man sich hier besser halten kann als bei der Ost-Variante.

Wenn du dich an das letzte Hindernis deines letzten Spartan Races zurück erinnerst. Welches Gefühl hat dich ins Ziel begleitet, als du das Hindernis erfolgreich absolviert hattest?

Da muss ich die Frage leicht ändern. Ich sage mal: Wie waren meine letzten 500m bei meinem letzten Spartan Race? Unbeschreiblich geil!

Nach erfolgreichem Speerwurf war ich beim Beast von Taranto/ITA noch immer fehlerfrei und kam zum Seilklettern. Auch das habe ich mit Bravour gemeistert. Weiter ging es zum letzten „schweren“ Hindernis, Multirig mit Ringen. Das hatte ich auch geschafft und dann ging es noch hoch zum Cargonet. Das war es, das perfekte Rennen. Keine Strafburpees, tolle Laufleistung und Overall Platz 36. In Competitive gar Platz 5. Mit dem letzten Firejump habe ich die vierfach Trifecta 2017 abgeschlossen und ich muss schon sagen: Freude, Stolz und Genugtuung für viele Wehwehchen im ganzen Jahr haben mich über die Ziellinie getragen.

Dein Tipp an alle Athleten, die gerne einmal starten möchten?

Bereitet euch gut vor und seit fair zueinander und zu euch selber. Lieber klein anfangen und sich von Rennen zu Rennen steigern, als zum Schummeln anzufangen. Lauft in der Gruppe und helft euch gegenseitig, in den Open-Klassen darf sich jederzeit geholfen werden.

Welches ist dein Lieblings Rennen und deine Lieblings Distanz?

Mein Lieblingsrennen in Österreich ist in Oberndorf der Beast. Er verlangt einem alles ab und man kommt an seine körperlichen Grenzen. Viele Höhenmeter und teils schwieriges Terrain kombiniert mit den Hindernissen sprechen für sich. Wenn man dort das Trifecta-Wochenende macht, ist dies das erste Rennen und man wird es bei den weiteren Starts (Sprint und Super) noch ausreichend spüren. Tolle Locations sind auch noch Barcelona, Kouty und Liberec.

Meine Lieblings Distanz ist der Beast. Auf der längeren Strecke kann ich Defizite bei Hangelhindernissen durch längere Laufstrecken besser ausbessern als bei kurzen Distanzen

Danke für das nette Gespräch und viel Erfolg, wenn es wieder heisst: Aroo! Aroo! Aroo!

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Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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